SVS Sportlerehrung 2026
Keine Saison ist wie die andere. Das trifft für den Skiverband Schwarzwald (SVS) vor allem dann zu, wenn Olympische Winterspiele anstehen. Traditionell engagiert sich der drittgrößte Skiverband Deutschlands nicht nur im Breitensport, sondern hat in den vergangenen 130 Jahren immer wieder Athleten sportlich bis in die nationale und internationale Spitze entwickelt. Mit den Olympischen Winterspielen in Milano-Cortina gehörte der vergangene Winter zu solch einer besonderen Saison. Aus dem Schwarzwald starteten 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 5 Disziplinen. Sie alle sind Vorbilder für den Nachwuchs, dessen Traum es oft ist, in ihre Fußstapfen zu treten. Im Skimuseum Hinterzarten trafen sich nun auf Einladung des Skiverbandes die Erfolgreichsten der vergangenen Saison zur Sportlerehrung - vom Schüler über die Aktiven bis zu den Masters-Sportlern.
Auf nationaler Ebene wurden insgesamt 25 Podiumsplatzierungen erlangt, davon 14 Deutsche Meistertitel. Allein auf die Disziplin Biathlon fielen 9 Erstplatzierungen bei Deutschen Meisterschaften. Zu den Siegerinnen zählte auch Janina Hettich-Walz vom Skiclub Schönwald, die nach ihrer Babypause direkt wieder den Anschluss an die internationale Spitze fand. Auch wenn es bei den Olympischen Winterspielen nicht ganz für eine Medaille gereicht hatte, sind ein 4. Platz mit dem Team sowie ein 8. Platz im Einzel sehr starke Ergebnisse, die nicht automatisch zu erwarten waren.
In den noch jüngeren Disziplinen Snowboard- und Skicross sowie Snowboard-Halfpipe lassen die Sportlerinnen und Sportler aus dem Schwarzwald in den letzten Jahren vermehrt aufhorchen. 6 Athleten und Athletinnen dieser Disziplinen hatten ein Ticket zu den Olympischen Winterspielen gelöst und wurden vom SVS geehrt: Daniela Maier vom SC Urach kam mit einer Goldmedaille im Skicross nach Hause und wurde für ihre herausragenden Saison-Leistungen darüber hinaus mit dem Vize-Gesamtweltcup-Titel belohnt. Der Schwarzwald wurde bei den OWS im Skicross ebenso von Tobias Baur von der Skizunft Bernau vertreten, der für die Schweiz startete. Leon Ulbricht, SC Rötteln, hatte bei den OWS das Glück nicht auf seiner Seite, zeigte aber so außerordentlich konstante Leistungen über die Saison hinweg, dass er den Gesamt-Weltcup im Snowboard-Cross gewann. Einen Europa-Cup-Sieg fuhr im SBX Silas Böhler vom SC Altglashütten ein. Eva Höcht von der SZ Rheinfelden startete ihre erste Saison im Skicross und sprang auf Anhieb beim Europa-Cup aufs Podium (Rang 3) und erlangte eine Top-10-Platzierung bei der Junioren-WM.
Bei Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften machten weitere Nachwuchs-Athletinnen und Athleten aus dem Schwarzwald auf sich aufmerksam: Lasse Deimel und Yann Kullmann vom SC Hinterzarten gelang es in den Team-Skisprung-Wettbewerben zwei Mal auf dem Podest zu landen.
Grund zum Feiern hatten in der vergangenen Saison auch die Para-Athleten aus dem Schwarzwald. Aus den SVS-Vereinen erlangten 3 Sportler bei den Paralympics 7 Medaillen und weitere 5 TOP-10-Platzierungen. Im Skimuseum wurden aber, mit Moderation der Vizepräsidenten Rolf Hartmann und Martin Schlegel, nicht nur die SVS-Nachwuchs-Sportler und Aktive geehrt. Auch „Urgesteine“ und ambitionierte Masters-Sportler waren bei Deutschen Meisterschaften sowie Weltmeisterschaften überaus erfolgreich unterwegs und zeigten sich den Jungen als Vorbilder. Mit 8 WM-Medaillen und vielen Erlebnissen kehrten die Schwarzwälder/-innen aus Italien in die Heimat zurück, darunter mit 79 Jahren SVS-ältester Teilnehmer Max Karle vom SC Schönau.
Der Dank des SVS-Präsidenten Manfred Kuner galt bei der Sportlerehrung nicht nur den erfolgreichen Athletinnen und Athleten, die den Skiverband Schwarzwald national und international erfolgreich vertreten und repräsentieren. Er hob vor allem auch das Engagement und das Herzblut der Eltern, Familien sowie insbesondere der ehren- und hauptamtlichen Trainerinnen und Trainern sowie den Heimatvereine hervor, in denen die Begeisterung für den Sport geschaffen wird. Nur das Zusammenspiel und die Unterstützung aller Beteiligten, auch von Partnern und Sponsoren, ermögliche es, die sportlichen und persönlichen Leistungen bis in dieses Niveau zu entwickeln.
Der Skiverband Schwarzwald hat es sich daher auch zur Aufgabe gemacht, die Qualifizierung von Übungsleitern und Trainern ebenso in der Breite zu fördern. In der vergangenen Saison konnten im Breitensport 158 neue C- und B-Trainer-Lizenzen in den Disziplinen Alpin, Snowboard, Skitouren, Nordic und Telemark ausgestellt werden. Bei Vereinseinweisungen haben neben den SVS-Fortbildungen mehr als 450 Vereinsmitglieder mit einem Mitglied des SVS-Landeslehrteams ihr Wissen und ihr Können auf den neuesten Stand gebracht und die Gültigkeit ihrer Lizenzen verlängert.
Zum Abschluss des offiziellen Teils der Sportlerehrung bedankte sich Präsident Kuner bei Alfred Faller und seinem Team des Skimuseums Hinterzarten ebenso wie bei den Mitarbeitenden der SVS-Geschäftsstelle, die zusammen die Sportlerehrung auf die Beine gestellt hatten.
Biathlon:
Janina Hettich-Walz, Roman Rees, Annika Lüdeke, Karla Gehrmann, Yves Kupferer, Raphael Perenthaler, Alina Trick, Elena Mayr, Jana Duffner
Skilanglauf:
Janosch Brugger, Max Braun, Luis Schuler Anne-Hélène Schupp, Theo Schuler
Skispringen:
Yann Kullmann, Lasse Deimel
Nordische Kombination:
Fin Rießle
Snowboard – Snowboardcross
Jana Fischer, Leon Ulbricht, Julius Reichle, Silas Böhler, Kenta Kirchwehm, Anne Hedrich
Skicross
Daniela Maier, Tobias Baur, Eva Höcht
Para-Biathlon / Para-Skilanglauf
Marco Maier, Leonie Walter, Alexander Ehler
Masters Skilanglauf
Linda Becker, Manuel Becker, Herbert Dold, Josef Ilgner, Max Karle
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