Alpencup am Notschrei
So groß war er selten. 396 Biathleten aus 19 Ländern traten am letzten Wochenende am Notschrei an. Besonders hart umkämpft die Klasse U21. Denn dort ging es nicht nur um Siege, Podestplätze und Punkte für die Ranglisten, sondern auch um Tickets für die Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften am Arber.
Das war auch der Grund, warum die Besten der Jugend 17 (Jahrgang 2009) die Punkte für Deutschland- und Alpencup in ihrer Altersklasse opferten, um sich mit den Älteren zu messen. Mit dabei auch einige der Baden-Württemberger: Paul Achatz und Yannick Schraag (beide DAV Ulm) bei den Jungs, sowie Ina Lickert (SZ Breitnau) bei den Mädchen. Alle drei Schüler am Skiinternat Furtwangen (Skif).
Ina Lickert erwischte ein gutes Wochenende, war sowohl im kurzen Einzel (13.) am Samstag als auch im Sprint am Sonntag (20.) die beste ihres Jahrgangs 2009. Zur Spitze ist es aber noch ein Stück, denn dort duellieren sich die großen Hoffnungen des Deutschen Ski-Verbandes. Melina Gaupp (DAV Ulm/3./2.) sowie Sydney Wüstling (Oberhof/4./1.), beide Jahrgang 2008. Im Einzel fanden sie in der zwei Jahre ältere Schweizerin Lena Baumann ihre Meisterin und auch die gleichaltrige Bayerin Leni Dietersberger mischte an beiden Tagen mit. Im Sprint erkämpfte sich 20-jährige Karla Gehrmann (Bad Säckingen) den letzten Platz auf dem Podest, nachdem es Tags zuvor nicht hatte klappen wollen (22.).
J16/17 (im Alpencup U17)
Lilly Schlegel (SC Todtnau/Skif) nutzte die Chance in der J16/17 (U17), dass einige ihrer härtesten Konkurrentinnen bei den Juniorinnen liefen. Zweite im Einzel mit nur zwei Fehlern, Vierte im Sprint – das konnte sich unter knapp 60 Konkurrentinnen sehen lassen.
Während Mia Kasper (DAV Ulm) dieses Mal vor allem am Schießstand zu kämpfen hatte und sich mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben musste, war es unter den Mädchen des jüngeren Jahrgangs Elena Mayr (SC Bad Säckingen), die sich gut in Szene setzen konnte. Vor allem im Einzel sah es lange sogar nach einer noch besseren Platzierung aus, ehe sie beim letzten Schießen doch noch zwei Fahrkarten schoss. Am Ende wurde sie Siebte, im Sprint am Sonntag landete Elena Mayr auf dem 12. Platz.
Bei den Jungs war auf einen anderen Säckinger Verlass. Yves Kupferer ließ nationale wie internationale Konkurrenz im Einzel hinter sich. Wenn der starke Läufer am Schießstand so hervorragend agiert wie am Notschrei, dann ist er ohnehin kaum zu schlagen. Nur ein Fehler im ersten Stehendanschlag – im Ziel hatte er einen Vorsprung von mehr als einer Minute. Zum Vergleich: Sein oft größter Konkurrent Ben Beyreis schoss zehn Fahrkarten, hatte auf den Ergebnislisten fast sechs Minuten Rückstand. Doch wie schnell sich das Blatt wenden kann, zeigte sich bereits am Sonntag. Da blieben beide fehlerfrei und ganze 1,8 Sekunden entschieden für den Bayern.
Aktive
Bei den Männern brillierte Fabian Kaskel (Bad Säckingen) bei seiner Rückkehr an die jahrelange Trainingsstrecke vor allem am Schießstand. Doch auch mit der Leistung in der Loipe war er ganz zufrieden.
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