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WM-Silber für Janina Hettich mit der deutschen Frauen-Staffel bei Biathlon-WM - Norwegen Weltmeister

20. 02. 2021

Pokljuka. Was für ein Spektakel, was für ein Staffelrennen bei der Biathlon-WM in Slowenien. In einem Wettkampf, der eigentlich schon verloren schien, erkämpfte die deutsche Frauenstaffel mit einem Rückstand von 8,8 Sekunden auf den neuen Weltmeister Norwegen das erhoffte WM-Edelmetall. Buchstäblich auf der Ziellinie konnte die überragende Schlußläuferin Franziska Preuß die Ukrainerin Pedrushna noch abfangen und sicherte dem DSV-Team WM-Silber. Eine Silbermedaille, die für die Starterinnen Vanessa Hinz, Janina Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß wie Gold glänzt.

 

Für die deutschen Biathlon-Frauen war Vanessa Hinz auf der Startposition im Feld der 23 Nationen angelaufen. Und die Skijägerin vom SC Schliersee begann stark, räumte beim Liegendschießen alle fünf Scheiben ab und setzte sich mit der Italienerin Lisa Vittozzi an die Spitze des Feldes. Und auch im Stehendanschlag zeigte Hinz ihre Qualitäten am Schießstand und blieb insgesamt fehlerfrei. „Ich denke es hat gepasst, es war extrem heiß“, sagte die Bayerin nach dem Rennen im ZDF.
 

Die laufstarke Lisa Vittozzi setzte sich mit einer tadellosen Schnellfeuereinlage an Position eins und kam als Erste zum Wechsel ins Stadion. Hinter der Norwegerin Tandrevold  an zweiter Stelle liegend übergab die DSV-Startläuferin schließlich an Janina Hettich. Die Lauterbacherin zeigte beim Liegendanschlag Nerven und musste zweimal nachladen. Nach der ersten Schießeinlage rutschte die Schwarzwälderin zwischenzeitlich mit einem Rückstand von über dreißig Sekunden auf Rang acht zurück. Beim zweiten Schießen zeigte die Biathletin vom SC Schönwald aber wieder ihre Qualitäten und räumte alle fünf Scheiben ab.  Der Rückstand auf die laufstarke führende Norwegerin Tyril Eckhoff war beim zweiten Wechsel auf Denise Herrmann aber auf Rang sechs liegend auf über eine Minute angewachsen. „Ich habe mich auf der Strecke nicht gut gefühlt, dann kamen noch die zwei Nachlader hinzu, aber die anderen Mädels haben es mit einer starken Leistung rausgerissen“,  analysierte Janina Hettich im Ziel das eigene Rennen.

 

Auf der dritten Teilstrecke patze zunächst auch Denis Herrmann, benötigte beim Liegendschießen drei Nachlader, vermied aber die Strafrunde. Auf der Strecke zündete die ehemalige Skilangläuferin dann aber ihren Turbo, blieb beim Stehendanschlag fehlerfrei und lief das DSV-Quartett wieder wieder in aussichtsreiche Position. Und dann kam der große Auftritt von Franziska Preuß. Mit der vielleicht besten WM-Leistung überhaupt nutzte die Bayerin die Schießfehler der Konkurrenz, blieb bei allen zehn Schüssen fehlerfrei und katapultierte den DSV-Vierer mit einer ebenso starken Laufleistung doch noch in die Medaillenränge. Am Ende verdienten sich die deutschen Biathletinnen Silber und strahlten mit der wärmenden Frühlingssonne auf der Pokljuka um die Wette. Nach dem Gewinn der ersten Medaille für das deutschen Biathlon-Frauenteam zeigte sich schließlich auch der Disziplintrainer der Frauen, Florian Steierer sehr erleichtert.

 

Benedikt Doll und Roman Rees verpassen Staffel-Medaille

 

Unterdessen bleiben die Schwarzwälder Starter, Benedikt Doll (SZ Breitnau) und Roman Rees (SV Schauinsland) im Staffelrennen der Herren über 4 x 7,5 Kilometer ohne Medaille. Nach dem Schwächeanfall von Erik Lesser landete das DSV-Quartett auf dem enttäuschenden siebten Platz. (joh)

 

 

 

Bild zur Meldung: Konnte mit der Sonne um die Wette strahlen: Janina Hettich (SC Schönwald) gewann mit der DSV-Staffel der Frauen mit Silber ihre erste WM-Medaille - Foto: Joachim Hahne / johapress

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