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Biathlon WM in Pokljuka - Deutsche Frauen verpassen Medaille knapp - Deutsche Männer enttäuschen!

15. 02. 2021

Pokljuka. Die deutschen Athletinnen zeigen bei der Biathlon Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuke eine gute Teamleistung allerding bleiben sie an diesem Wochenende ohne Medaille.

Bei böhigem Wind und eisiger Kälte verpasst Denise Hermannn die erste Medaille für das deutsche Team. Ein Fehler im Stehenschießen kostet ihr die Goldmedaille im Sprint über 7,5 Kilometer. "Ich bin zufrieden mit dem Rennen, wäre aber schon auch gerne aufs Podium gelaufen", sagte die Oberwiesenthalerin in der ARD: "Vierter beim Großereignis wird man sehr ungern." Den vierten Sprintsieg in Folge holt sich die Norwegerin Tiril Eckhoff vor der Französin Anais Chevalier-Bouchet. Überraschend Dritte wird die starke Hanna Sola aus Belarus. Franziska Preuß verschafft sich als Achte eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag.  Vanessa Hinz ereicht mit Rang zwölf ihr bis dato bestes Saisonergebnis, die Schwarzwälderin Janina Hettich kommt nicht unter die besten 25 und belegt Rang 31.

Auch in der Verfolgung verpassen die DSV Mädels knapp das Podium. Franziska Preuss läuft als beste Deutsche mit zwei Schiessfehlern auf Platz fünf. Gold geht erneut an Tiril Eckhoff, die sich nach der Mixed Stattel und dem Sprint bereits ihr drittes Gold sichert. Silber geht an die Österreicherin Lisa Theresa Hauser, Bronze sichert sich die Französin Anais Chevalier-Bouchet. Vanessa Hinz liefert als starke Sechste ihr bestes Saisonresultat ab. „Es war für mich ein perfektes Rennen und mit dem sechsten Platz bin ich mehr als zufrieden“, freut sich Hinz, die als einzigste Deutsche eine hunderprozentige Trefferquote schafft. Ex-Weltmeisterin Denise Herrmann wird nach drei Strafrunden Achte, Janina Hettich läuf auf Rang 34. Am Dienstag möchten die Deutschen Athletinnen im Einzelrennen über 15 Kilometer erneut angreifen und dieses Mal hoffentlich ein Edelmetall erzielen.

 

Die Ergebnisse der Frauen können sich die Männer nur erträumen. Die deutschen Biathleten um den Schwarzwälder Benedikt Doll kommen bei der Biathlon WM einfach nicht ins Rollen. Im Sprint haben die Skijäger am Freitag das schwächste Ergebnis ihrer WM-Geschichte abgeliefert. Als bester DSV-Athlet landet Arnd Peiffer auf dem  36. Platz. "Das ist ärgerlich. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wenn wir im Rennen nicht liefern, haben wir wenig Argumente", sagte Sprint-Olympiasieger Peiffer. So schlecht waren die erfolgsverwöhnten deutschen Männer in einem WM-Rennen noch nie. Auch Benedikt Doll (SZ Breitnau) zeigt sich nach Rang 39 sehr frustriert "Die Fehler haben mich fertig gemacht. Das ist super ärgerlich und nicht mein Anspruch". Johannes Kühn  belegt Rang 45, Erik Lesser qulifiziert sich mit Rang 66 nicht mal für die Verfolgung zwei Tage später. Für die Deutschen ist schon vor der Verfolgung am Sonntag klar, dass es nur noch um Schadensbegrenzung geht. Aber auch in der Verfolgung liefern die DSV Athlten das schlechteste WM Ergebnis ab. Als bester Deutscher verbessert sich Arnd Peiffer zwar um 16 Plätze auf Platz 20. Benedikt Doll schafftt es, trotz zweitschnellster Tageslaufzeit mit gleich sechs Schiessfehlern nur auf Rang 31. Johannes Kühn belegt mit sieben Schiessfehlern Rang 41. Der Franzose Emilien Jacquelin verteidigt seinen Titel nach einem sensationellen Schießen vor Sebastian Samuellson aus Schweden und Johannes Tingnes Bo aus Norwegen. Nach zwei Tagen Verschnaufpause geht es am Mittwoch mit dem Einzelrennen über 20 Kilometer weiter. Bundestrainer Mark Kirchner zeigt sich vor dem Rennen in der ARD kämpferisch

 "Da geht es von Null los, da wollen wir beweisen, dass wir zu den besten Nationen gehören".

 

Bild zur Meldung: Benedikt Doll enttäuscht bei der WM in Pokljuka

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